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#9 Fehler
#9 Fehler

[→DE]


Ein unterbrochener Strich, eine verschobene Stütze, Treppen, die ins Leere führen - Fragmente, Brüche, Risse, Rätsel ziehen den Blick auf sich. Der Ausbruch aus dem herkömmlichen System, aus der perfekten Ordnung, aus Konventionen. Oder der Zufall, das Unvorhergesehene. Können wir auf den Fehlern spekulieren? Wir irren im Fehlervermeiden, uns entgeht die Genesis der Mutation. Die Abweichung in der Kopie von der Kopie von der Kopie.

Aus Fehlern entstehen Notlagen, Mängel, Rücktritte, Rohrverunreinigungen, Fußabdrücke im Beton, Parkett auf Laminat auf Parkett. Zustände, die Stellungnahmen erfordern, Konfrontationen. Doch verhärtete Positionen erschweren Eingeständnisse. Wer deckt die Missstände unserer Gesellschaft auf - Deutschlehrer, Whistleblower?

Die Haftpflichtversicherung nimmt für monatliche Beiträge bisweilen unsere Schuld auf sich. Hoffnungsvoll halten wir uns an Wissenschaftlichkeit oder Religiosität fest, wir suchen Sicherheit und Vorhersage.
Im Streben nach Perfektion entsteht eine Lackierung, die nach Beliebigkeit aussieht. Mit aalglatten Profilen gehen wir unseren Fehlern fremd. Generieren die Optimierung unserer Zeit und penible Normen Unmündigkeit und Einfallsarmut? Fehlt der Fehler?

Oder ist die Bezeichnung ‘Fehler’ obsolet? Wenn der Referenzrahmen fehlt und Orientierungslosigkeit eintritt - wohin sind die Manifeste und Visionen? Ruinierte Utopien, utopische Ruinen und falsches Erbe. Bislang ist jede und gleichzeitig keine Avantgarde gescheitert - wir bauen unsere Ideen auf ihren Fragmenten auf.

Wir interessieren uns für die Fehler, die die Limitierungen der Regeln hinterfragen, die sie erst zu Fehlern machen. Gesucht werden Arbeiten aus den Bereichen der Architektur, den Künsten und der Theorie. Die Form ist frei und anarchisch: Möglich ist Wissenschaftliches sowie Polemisches; Essays, Fragmente, Gedichte, Reportagen, Gespräche und Kritiken, Fotografien, Zeichnungen, Skizzen und Entwürfe.



→ Wir bitten um ein kurzes Exposé vorab von max. 600 Wörtern, sowie eine kurze Selbstbeschreibung von max. 60 Wörtern.

Die Arbeit sollte bisher nicht veröffentlicht worden sein. Alle fertigen Beiträge sind bis zum 31.07.2017 einzureichen.

Einsendungen und eventuelle Fragen an: redaktion@protocol-magazin.de

Abgabe der Exposés bis zum . . . . . . . . . . . . . . . 29.05.2017







#9 Fehler
#9 Fehler

[→EN]


A straight line, interrupted. A column, displaced. Stairs that lead to nowhere—fragments, breaks, fractures: all draw attention to themselves, reconstructing the established system as they deviate from the perfect order. Is it fair to call these deviations mistakes, or are they mere coincidences, the unforeseen? Can we speculate on the mistake?

We are determined to avoid faults; the possibility for mutation, the slight transformation within the copy of the copy of the copy, evades us.

Errors bring about adversity,misfortune, withdrawals, blocked drains, footprints in concrete, parquet-on-laminate-on-parquet. These discrepancies demand resistance; confrontation. However, hardened opinions hinder admissions. Who is it that uncovers the mistakes of our society—a teacher; a whistleblower?
For a monthly fee, our liability insurance takes accountability for our faults. Expectantly, we cling to science or religion to find safety and new ways to mask our imperfections.

While striving for perfection we realize for ourselves a varnished finish: the generic. With smooth profiles we evade our mistakes, increasing the distance between them and us. But, as we strive to adhere to these established norms, do we generate monotony? Is change possible when we live in fear of inconsistencies? Are we mistaking the mistake?

Perhaps the term ‘mistake’ is obsolete? When our frame of reference is missing and a lack of orientation prevails as absolutes become blurred, where are our manifestos and visions? Ruined utopias, utopian ruins and our false heritage surround us. So far every avant-garde ideal has failed and yet succeeded—we build our ideas from their fragments.

At PROTOCOL, we are interested in the mistakes that reveal the limitation of the very rule that defines them as a mistake. We are looking for contributions from the broader field of architecture, the arts and theory. The form can be free and anarchic, anything from the scientific to the polemical is desired: essays, fragments, poems, reports, critiques, conversations, photographs, drawings, drafts, sketches or designs. We look forward to your ideas.



→ Please send a brief synopsis of max. 600 words, images, if relevant, as well as a max. of 60 words about the author.

The entries should not have been previously published. Final entries are accepted until July 31st, 2017.

For entries and questions, please contact: redaktion@protocol-magazin.de

Synopses/project descriptions are accepted until . . . . . . . . . . . . . . . May 29th, 2017.









      

#8 Boden
#8 Boden

[→DE]


Die Protocol Nr. 8 ist gedruckt!
In dieser Ausgabe geht es um das Thema Boden. Wir möchten Euch alle ganz herzlich zu den Veranstaltungen im Zuge der Veröffentlichung einladen:

Am Montag, den 24. Oktober 2016 um 18 Uhr findet der Release des Magazins in der Eingangshalle des Hauptgebäudes der Universität der Künste in der Hardenbergstraße 33 in 10623 Berlin statt.

Kommt und feiert mit uns!

Außerdem nehmen wir an der Veranstaltungsreihe und Ausstellung „un-stable.europe“
(http://un-stable.eu) in der Kunsthalle am Hamburger Platz
/ Kunsthochschule Weißensee (Gustav-Adolf-Straße 140, 13086 Berlin) teil. Am Sonntag, den 30. Oktober 2016 um 14 Uhr werden wir dort gemeinsam mit Autorinnen und Autoren der Ausgabe das Projekt Protocol und einige Beiträge des Heftes vorstellen. Anknüpfend an das Thema der Konferenz über Gedanken zur Zukunft Europas wird es Lesungen, Vorträge und Autor*innengespäche zu Artikeln aus der aktuellen Ausgabe der Protocol geben. Unter anderem wird Stefanie Koemeda über den Boden der Zukunft und Amien Essif über die Balkan Route und Europas Grenzen sprechen.

Wir freuen uns, mit Euch zu diskutieren!






#8 Boden
#8 Boden

[→EN]


The Protocol Nr. 8 is printed!
The current issue showcases a variety of original works brought together under the theme of “the ground”. We would like to warmly invite you to our two release events:

The release of the magazine will take place in the entrance hall of the main building of the University of the Arts, Hardenbergstr. 33, 10623 Berlin on Monday, October 24th, 2016 at 6 p.m.

Come and celebrate with us!

We will also take part in the lecture series and exhibition “un-stable.europe” ( http://un-stable.eu) in the Kunsthalle am Hamburger Platz / Kunsthochschule Weißensee (Gustav-Adolf-Straße 140, 13086 Berlin). On Sunday, October 30th, 2016 at 2 p.m. We are going to present the current issue together with some of our authors and talk about the project of Protocol magazine. Taking up the topic of the conference—thoughts about the future of Europe—there will be readings and talks from the current edition of the Protocol. Amongst others, Stefanie Koemeda will present on the future ground and Amien Essif about the Balkan Route and Europe’s borders.

We look forward to seeing you!




      

#8 Boden
#8 Boden

[→DE]


Der Boden begrenzt den Luftraum nach unten. Durch seine Anziehungskraft ist er uns ein Bezugspunkt, der im Zweifelsfall den freien Fall aufhält. Leichtigkeit erfasst mich, sobald ich mich löse. Eingraben, Umgraben; gehen, stehen, haften. Frei?

Den Boden bereiten – den Boden entziehen:

Tatsächlich riskieren wir, den Boden unter den Füßen zu verlieren, wenn er nicht unser Eigen ist. Abstrahiert, kartografiert, zoniert, parzelliert, besessen ist er in der Vorstellung. Artikel 14 (2) Grundgesetz: Eigentum verpflichtet. Wer sagt: „Es gibt nicht genug!“?


Ohne Netz und doppelten Boden:

Genug mit der Ordnung der Erdoberfläche durch das Ziehen von Linien, dann Zäunen. Fläche zu Linie zu Punkt, oder doch das Verhältnis von „der 1. zur Dritten Welt“? – Flucht, Bodenlosigkeit.
Hoffen wir wirklich es findet sich unter den abgetragenen Ressourcen noch eine unverbrauchte Schicht, die unser Leben erhält? Hochgestapelt wirken unsere Werte, wenn sich auf ein Vorrecht berufen wird. Gibt es nicht einen gemeinsamen Grund, auf den sich unsere Weltsicht fußt? Oder leben wir auf verschiedenen Erden? Was bleibt, wenn der Glaube an den doppelten Boden weggerissen wird?


Der Boden der Tatsache:

Abgelaufene Dielen und wir treten uns einen Splitter ein. Auf dem Boden der Tatsachen lesen wir die Spuren – von Bewegungen und Beziehungen, mit beiden Beinen oder auf einem. Ob abgehoben oder unterirdisch, Platz haben sowohl Bodenständiges als auch bodenlose Behauptungen.



Gesucht werden Arbeiten aus den Bereichen der Architektur, den Künsten und der Theorie. Die Form ist frei und anarchisch: Möglich ist Wissenschaftliches sowie Polemisches; Essays, Fragmente, Gedichte, Reportagen, Gespräche und Kritiken, Symphonien, Fotografien, Zeichnungen, Skizzen und Entwürfe.

→ Wir bitten um eine erste Ideenskizze oder ein kurzes Exposé vorab von max. 600 Wörtern, sowie einige Angaben zu Verfasser_in

Einsendungen und Fragen bitte an redaktion[at]protocol-magazin.de

Abgabe der Exposés bis zum . . . . . . . . . . . . . . . 20.06.2016







#8 Boden
#8 Boden

[→EN]


Ground confines the void to underneath us. Through its gravity, it is a point of reference; in times of uncertainty it protects from free fall. Levity overcomes me once I disengage. Holing up, breaking up, walking, standing, clinging. (For) free?

Sowing the seeds – pulling the rug:

In fact, without our own premises we risk losing the firm ground beneath our feet. Abstracted, mapped, staked out, parceled, possessed in our conception. Article 14 (2) Basic Law for the Federal Republic of Germany: Property entails obligations. Who said: “There isn’t enough!”?


Without trap doors or a safety net:

Enough of partitioning earth’s surface with lines, then fences: Plane to line to point, or, after all, the relationship of “the 1st to the Third World”?— Escape, groundlessness.
Do we really hope to find just another life-preserving layer underneath the one we’ve exhausted? Conditional, conceited appear our values claiming a prerogative. Isn’t there a common ground feeding our worldview? Or do we live on different earths? What is left when the belief in a false floor is pulled out from underneath?


Down to earth:

The planks are worn out, and we catch a splinter. Brought back down to earth, we interpret the traces of motion and relations, both feet firmly on the ground or on one leg. Either aloof or underground, we incorporate the firmly rooted as well as bottomless claims.



PROTOCOL is looking for contributions from the wider fields of Architecture, Arts and Theory. The form can be free and anarchic. Anything between the scientific and the polemic is desired: Essays, fragments, poems, reports, critiques or conversations, symphonies, photography, drawings, drafts, sketches or designs. We are looking forward to your ideas!

→ Please send a brief first draft or a synopsis and images if relevant of max. 600 words, images, if relevant, as well as some information about the author.

For entries and questions,
please contact redaktion[at]protocol-magazin.de

Synopses accepted until . . . . . . . . . . . . . . . . . . June 20, 2016



      

Der Dokumentarfilm — jetzt online:

www.szenenbilder.net



      

#7 Sehnsuchtsorte
#7 Sehnsuchtsorte

[→DE]


Etwas berührt mich, überwältigt mich. Etwas treibt mich an. Es drückt, es zwickt, es brennt. Tief in mir – wo genau weiß ich nicht.

Diffus und dennoch zu Zeiten omnipräsent ist die Sehnsucht ein eigenwilliges Gefühl. Vage nicht nur in Anfangs- und vermeintlichem Zielpunkt sondern ebenso in Art und Weise wie sie unser Denken und Handeln motiviert. Ein Moment der Diskrepanz: scheinbar angekommen, ist das Begehren möglicherweise längst weitergezogen – und spannt einen neuen, fernen Raum auf.

Mit der siebten Ausgabe der PROTOCOL laden wir ein zu einer Erkundung ersehnter Orte und von Orten der Sehnsucht. Es überlagern sich Realitäten und Traumwelten, Zaghaftes mit Zügellosem. Verkanntes droht zu verblassen im Schein des Ideals – doch hält dies was es verspricht? Erinnerungen treten in den Wettstreit mit Visionen, Originäres mit dem massenhaften Implantat. Ob punktuell oder epidemisch, politisch oder eben nicht; verborgen, versteckt, geheim; im Hier und Jetzt oder irgendwo und irgendwann: Die Grenzen verschwimmen zwischen pathologischem Suchten und Sehnen als kreativem Antrieb für Individuum wie Kollektiv.

Gesucht werden Arbeiten aus den Bereichen der Architektur, den Künsten und der Theorie. Die Form ist frei und anarchisch: Möglich ist Wissenschaftliches sowie Polemisches; Essays, Fragmente, Gedichte, Reportagen, Gespräche und Kritiken, Fotografien, Zeichnungen, Skizzen und Entwürfe.

→ Wir bitten um ein kurzes Exposé vorab von max. 600 Wörtern, sowie einige Angaben zu Verfasser_in

Einsendungen und Fragen bitte an redaktion[at]protocol-magazin.de

Abgabe der Exposés bis zum . . . . . . . . . . . . . . . 03.03.2015
Abgabe der ausgearbeiteten Beiträge bis zum . . . 04.04.2015






#7 Sehnsuchtsorte
#7 Sehnsuchtsorte

[→EN]


I’ve been touched by something, overwhelmed. Something drives me. It gives me pangs, makes me twitch, it burns. Deep within me—where exactly I do not know.

Diffuse and yet at times omnipresent, Sehnsucht is a capricious emotion. Vague not only at its origin and conjectural point of satisfaction, but also in how it motivates our thought and behavior. There’s a moment of discrepancy: Seemingly achieved, the desire has perhaps already moved on—and has opened up a new, distant space.

With the seventh issue of PROTOCOL, we invite you to discover yearned-for places and places of yearning. Realities overlap with dreamworlds, the timid with the unrestrained. The misunderstood threatens to fade in the light of the ideal—but will the ideal bring what it promised? Memories compete with visions, the original with the mass-implanted. Singular or epidemic, political—or not; covered, concealed, secret; here and now, or somewhere, someday: boundaries blur between pathological obsession—Suchten—and yearning—Sehnen—as creative impetus for the individual and the collective.



Protocol is seeking contributions from the wider fields of architecture, arts and theory. The form can be free and anarchic. Anything from the scientific to the polemical is desired: essays, fragments, poems, reports, critiques, conversations, photographs, drawings, drafts, sketches or designs. We are looking forward to your ideas!

→ Please send a brief synopsis of max. 600 words, images, if relevant, as well as some information about the author.

For entries and questions,
please contact editorial[at]protocol-magazin.de

Synopses accepted until . . . . . . . . . . . . . . . . . . 03.03.2015
Final entries accepted until . . . . . . . . . . . . . . . . 04.04.2015



      

#6 Platzangst
#6 Platzangst


Vertrautheit und Fremdheit, Anziehung und Abstoßung, Freiraum und Enge sind Elemente einer möglichen Topographie des sozialräumlichen Empfindens, welche die Erfahrungen des gesellschaftlichen Zusammentreffens einzuordnen sucht. Dabei überkreuzen sich die Eindrücke der extremen Nähe mit der extremen Ferne – Agoraphobie und Klaustrophobie fallen in einem Begriff zusammen: Platzangst.

Bis die Gedanken Gestalt annehmen steht die Ehrfurcht vor der Freiheit der Leere. Ein Zaudern, ein Zögern. Zweifel vor dem ersten Schritt, der Orientierung gibt – ein Weiterdenken ermöglichen vermag. Ist der erste Strich gezogen, schmilzt jedoch der Wille ihn zu vollenden und man scheitert am viel zu weißen Blatt. Weit unten in der Tiefe der unendlichen Möglichkeiten ist es sehr still.

Geborgen und ausgesetzt zugleich. Auf freiem Felde wechselt das leichtfüßige Flanieren ins Getriebensein der breiten Masse.
„Was ist schon das Ich des Eigensinns, verglichen mit dem Mir der Widerfahrnis?“ fragt der Dativ-Mensch.


Szenenbilder-Ankuendigung

Zwischen den Disziplinen Architektur, Tanz, Theater, Musik, Klangkunst und Film entstehen Rauminszenierungen, Szenen der Platzangst. Ein künstlerisches Experiment in der Interaktion von statischem und bewegtem Raum, sowie dessen Wahrnehmung.

Produktion von Rauminstallationen von Studierenden der Universität der Künste Berlin.

Zwischen den Disziplinen Architektur, Tanz, Theater, Musik, Klangkunst und Film entstehen Rauminszenierungen, Szenen der Platzangst.

Ein künstlerisches Experiment in der Interaktion von statischem und bewegtem Raum, sowie dessen Wahrnehmung.

Eine Veranstaltung zum Thema der Protocol #6 „Platzangst“ in vier Akten.

20. Juni 2014 21 Uhr
Werkhallen der Bildhauerwerkstatt
Osloer Strasse 102
Berlin-Wedding
Eintritt frei






Vertrautheit und Fremdheit, Anziehung und Abstoßung, Freiraum und Enge sind Elemente einer möglichen Topographie des sozialräumlichen Empfindens, welche die Erfahrungen des gesellschaftlichen Zusammentreffens einzuordnen sucht. Dabei überkreuzen sich die Eindrücke der extremen Nähe mit der extremen Ferne – Agoraphobie und Klaustrophobie fallen in einem Begriff zusammen: Platzangst.

Bis die Gedanken Gestalt annehmen steht die Ehrfurcht vor der Freiheit der Leere. Ein Zaudern, ein Zögern. Zweifel vor dem ersten Schritt, der Orientierung gibt – ein Weiterdenken ermöglichen vermag. Ist der erste Strich gezogen, schmilzt jedoch der Wille ihn zu vollenden und man scheitert am viel zu weißen Blatt. Weit unten in der Tiefe der unendlichen Möglichkeiten ist es sehr still.

Geborgen und ausgesetzt zugleich. Auf freiem Felde wechselt das leichtfüßige Flanieren ins Getriebensein der breiten Masse.
„Was ist schon das Ich des Eigensinns, verglichen mit dem Mir der Widerfahrnis?“ fragt der Dativ-Mensch.



      

#5 Neuland
#5 Neuland

Das harte, alte Gestein löst sich an seinen Kanten auf. Große Brocken zerbröseln zu kleineren Körnern, werden davongetragen und lagern sich von Neuem an. Übereinander stapeln sich weitere Schichten, ihre Grenzlinien bleiben instabil. Sie verdrehen, verwischen, vermischen. Was sich einst an der Oberfläche zeigte, bleibt bald in dunkler Tiefe verborgen. In feste Form gepresst liegt es da: das neue Gestein. Neuland. Neugierig betreten wir das unbekannte Gelände und beschauen die Umgebung. Wir machen uns auf zu neuen Ufern und fremden Horizonten. Wir kartieren das Gelände und schürfen tief in seinen Schichten. Hier und da tun sich Risse auf. Hält das Neue, was es verspricht?

Wir lassen den Blick schweifen und träumen. Wie kann das Neue entstehen? Wer bringt es hervor? Was muss weichen? War früher alles besser oder wird morgen alles gut?

Wir erkunden die Orte des Neuen und suchen nach Spuren. Wir treffen auf Visionäre und Nostalgiker, Revolutionäre und Skeptiker. Wir lauschen Archäologen und Futurologen, Autoren und Schöpfern, Alteingesessenen und Neuankömmlingen, Besitzern, Besetzern und Pionieren.


Konzept des
Konzept des
Heftes

Die Protocol ist eine interdisziplinäre und unabhängige Plattform für aktuelle Diskurse rund um das Thema Architektur – frei nach dem Konzept: Architektur im Kontext.

Architektur im Kontext – wir als unabhängiges studentisches Magazin – initiiert von Studierenden des Studiengangs Architektur der Universität der Künste Berlin – sind gespannt darauf, wie diesem Kontext durch Beiträge verschiedener Disziplinen Gestalt verliehen wird. Ein Call for Contributions gibt für jedes Heft ein Thema vor, welches mit Bezug zu architekturrelevanten Fragestellungen von allen Interessierten frei bearbeitet und interpretiert werden kann.

Architektur im Kontext – innerhalb der UdK und darüber hinaus verstehen wir den Dialog mit anderen Wissensformen und künstlerischen Positionen als Chance. Die Protocol schafft somit eine Plattform für eigenständige Ansätze, die undogmatisch und frei assoziativ, quergedacht oder experimentell erweiterte Perspektiven aufzeigen und Sichtweisen sowie Methoden sammeln, um diese einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Zu dem Austausch gehört andersherum, dass wir ausgewählte Arbeiten und Ergebnisse aus dem Studiengang Architektur der UdK veröffentlichen und diese außerhalb unserer Räume einem kritischen Publikum präsentieren.

Der Grundstein des Projekts ist gelegt und die Protocol freut sich darauf, mit den kommenden Ausgaben von vielen Köpfen weitergebaut und mit Inhalt gefüllt zu werden.


Protocol
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erhältlich bei:

Café Mittelachse Ha33

Buchhandlung Walther Koenig Museumsinsel

Bücherbogen Savignyplatz

Pro qm

Kiepert Buchhandlung in der VW Bibliothek

und online unter

Publikationen der UdK

Ältere
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Ausgaben

Protocol #1
2005
Bestellbar hier
Protocol #2
2006
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Protocol #3
2007
Bestellbar hier
Protocol #4
2008
Bestellbar hier


Impressum
Impressum


Universität der Künste Berlin
Studiengang Architektur

Redaktion Protocol
Hardenbergstraße 33
10623 Berlin

redaktion@protocol-magazin.de
www.protocol-magazin.de


#6
Herausgeber:
Redaktionsgruppe PROTOCOL
Ruben Beilby
Anne-Sophie Goetz
Georg Hana
Jochen Jürgensen
Sebastian Kurth
Muriel Merkel
Dominik Müller
Carl Rosenburg
Lara Stöhlmacher
Hannah Strothmann


Gestaltung:
Lea Hellwig
Ana Halina Ringleb
Simon Schindele
Simon Steinberger





#5
Herausgeber:
Redaktionsgruppe PROTOCOL
Redaktion:
Ruben Beilby
Jil Bentz
Georg Hana
Jochen Jürgensen
Muriel Merkel
Dominik Müller
Lara Stöhlmacher


Gestaltung:
Projektgruppe UdK Verlag
Carolin Gießner
Ana Halina Ringleb
Idan Sher
Ole A. H. Truderung
Denis Yılmaz


Beratung: Prof. Fons Hickmann, Martin Conrads und
Franziska Morlok im Rahmen der Klasse für
Grafikdesign / Kommunikationsdesign am
Institut für Transmediale Gestaltung

Magazin für Architektur im Kontext
                                 Universität der Künste Berlin